Informationen zur Antragstellung

Handreichung zur Antragstellung

Sie überlegen Fördergelder für ein Projekt über Vielfalt LEBEN zu beantragen? Diese Handreichung liefert Ihnen Tipps zum Ausfüllen Ihres Antrages. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Koordinierungsstelle von Vielfalt LEBEN.

Download: Handreichung Antragstellung PfD (pdf Datei)

Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind gemeinnützige juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts sowie Personengesellschaften. Dazu zählen u.a. gemeinnützige Vereine, Initiativen, Bildungseinrichtungen sowie Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Der/die AntragstellerIn seinen Sitz im Landkreis Greiz oder der Stadt Gera haben.

Antragsarten

Es gibt zwei verschiede Antragsformulare: Für Kleinprojekte mit einer maximalen Fördersumme von 1.000 Euro verwenden Sie bitte das Formular „Aktionsfonds“. Wollen Sie eine Fördersumme über 1.000 Euro beantragen, verwenden Sie bitte das Formular „Projektvorhaben“. Der Aktionsfonds-Antrag umfasst lediglich zwei Seiten und soll für kurzfristige Aktionen genutzt werden. Für Projektvorhaben ist eine ausführlichere Beschreibung der Maßnahmen und Ziele erforderlich.

Fristen

Anträge für Aktionsfonds können jederzeit eingereicht werden. Die Eingangsfristen der Anträge für Projektvorhaben (d.h. über 1.000 Euro Fördersumme) orientieren sich an den Terminen der Begleitausschusssitzungen, die auf der Homepage von Vielfalt LEBEN veröffentlicht sind. Wichtig ist, dass alle Projekte bis zum 15. Dezember eines jeden Jahres abgeschlossen und abgerechnet sein müssen. Ausnahmen werden nur auf vorherigen Antrag und nach terminlicher Absprache gestattet.

Antragsunterlagen

Der vollständig ausgefüllte Förderantrag muss mit rechtsverbindlicher Unterschrift versehen sein und fristgerecht bei Vielfalt LEBEN eingereicht werden. Sowohl bei Anträgen für Aktionsfonds- als auch bei Projektvorhaben müssen Sie neben dem ausgefüllten Förderantrag einen aktuellen Gemeinnützigkeitsbescheid des zuständigen Finanzamtes sowie einen aktuellen Vereinsregisterauszug mit einreichen.

Angaben zum/zur AntragstellerIn

Bitte benennen Sie eine Person, die während der gesamten Projektdauer als Ansprechperson für eventuelle Rückfragen zur Verfügung steht und einen Überblick über die Finanzen hat. Die Leistung der Unterschrift muss durch volljährige, vertretungsberechtigte/n Person/en eines Trägers geleistet werden.

Projektbezeichnung

Geben Sie Ihrem Projekt einen möglichst griffigen Projekttitel, der den Inhalt Ihres Vorhabens widerspiegelt.

Projektort

Geben Sie an, in welchem/en Ort/en Sie Ihr Projekt durchführen möchten. Bitte beachten Sie, dass die Durchführungsorte nur innerhalb des Landkreises Greiz liegen dürfen. Die Ausnahme bilden überregionale Fahrten.

Projektzeitraum

Die Maßnahmenförderung ist immer an das jeweilige Kalenderjahr geknüpft. Achten Sie daher darauf, dass eine Projektdauer über den 15. Dezember hinaus nicht möglich ist. Bedenken Sie Vor- und Nachbereitungszeiten für ihr Projekt, da nur Belege anerkannt und abgerechnet werden können, die innerhalb des bewilligten Förderzeitraumes ausgestellt wurden. Achten Sie auf das Rechnungsdatum Ihrer Belege. Ausgaben, die vor oder nach dem bewilligten Förderzeitraum getätigt wurden, können nicht mit Fördermitteln aus der Partnerschaft für Demokratie finanziert werden.

Zielgruppe

Bitte wählen Sie Ihre konkrete/n Zielgruppe/n aus und kreuzen Sie an, aus welchen Bereich/en die Zielgruppe hervorgeht. Bitte geben Sie eine realistische Teilnehmendenzahl an. Für eine Förderzusage ist dabei nicht relevant, dass möglichst eine große Zahl von Teilnehmenden erreicht wird, in erster Linie geht um die Qualität und die Wirkung des Projektes.

Ziele

Was wollen Sie mit Ihren Projekt erreichen? Beschreiben Sie Ihre Ziele so konkret wie möglich, sodass die Überprüfung der Zielerreichung möglich ist. Bitte formulieren Sie Ihre Handlungsziele in Sätzen.

Zielerreichung/ Zielindikatoren

Indikatoren sind Messfaktoren, anhand derer beschrieben werden kann, wie und wodurch das Ziel des Kleinprojektes erreicht wurde. Die Indikatoren sollen den Koordinierungsstellen sowie dem Begleitausschuss helfen, Aussagen über den Erfolg oder Misserfolg eines Projektes zu treffen. Je genauer die Indikatoren vor Beginn des Projektes beschrieben sind, umso einfacher ist die Auswertung für die Fördergeber.

Projektbeschreibung

Die Projektbeschreibung ist das Kernstück Ihres Antrages. Stellen Sie dar: Welche Maßnahmen umfasst Ihr Vorhaben und unter welchen Rahmenbedingungen wird Ihr Projekt durchgeführt? Stellen Sie den innovativen Charakter Ihres Projektes heraus. Die Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, müssen klar und nachvollziehbar sein. Machen Sie in der Projektgestaltung deutlich, dass Sie sich mit dem Konzept von Vielfalt LEBEN auseinandergesetzt haben.

Bei Anschlussförderung: Bitte beachten Sie, dass bei einer Anschlussförderung eine Veränderung/ Weiterentwicklung des Projektes erkennbar sein muss.

Speziell für Aktionsfonds: In der Projektbeschreibung müssen folgende Fragen zum Projekt beantwortet werden: WER macht WAS (inhaltliche Beschreibung der Maßnahmen)? WANN (Zeitrahmen, Zwischenziele)? WOMIT (KooperationspartnerInnen, Ressourceneinsatz)? WIE (Methode, Vorgehensweise)? Welches ZIEL soll mit der Aktion erreicht werden?

Im Antragstext muss eine Zuordnung des Projektinhaltes zu den für die Partnerschaft für Demokratie festgelegten Zielen enthalten sein. (siehe Leitlinien der „Partnerschaft für Demokratie in Stadt und Landkreis Greiz“)

Projektablauf

Beschreiben Sie, wie Sie Ihre Aktivitäten zeitlich umsetzen. Beginnen Sie bereits mit der Planungsphase und beschreiben Sie nicht nur die Durchführung, sondern auch die Nacharbeitung des Projektes. Benennen Sie chronologisch die einzelnen Schritte, die für die Umsetzung erforderlich sind (Stichpunkte möglich). Benennen Sie außerdem, welche Ergebnisse im jeweiligen Zeitraum erwartet werden.

KooperationspartnerInnen

Benennen Sie mögliche KooperationspartnerInnen und stellen Sie die Art und den Umfang der Mitwirkung konkret dar. Welche Möglichkeiten zur Projektfinanzierung – außer die Partnerschaft für Demokratie – nutzen Sie?

Finanzierungsplan

Die Unterstützung einer Maßnahme durch die Partnerschaft für Demokratie erfolgt in der Regel als Fehlbedarfs- oder Anteilsfinanzierung. Die Zuwendungen werden als zweckgebundener, nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Eigenleistungen können zur Anerkennung gebracht werden. Dabei handelt es sich um Leistungen, die für das Projekt getätigt werden, ohne dass dafür eine Förderung beantragt wird. In der Regel ist eine Eigenleistung in Höhe von 10 Prozent der Gesamtprojektkosten erforderlich. In begründeten Fällen kann der Eigenanteil geringer ausfallen.

Achten Sie darauf, dass ihr Finanzierungsplan schlüssig ist und der Betrag der Einnahmen mit den Ausgaben identisch ist.

Kombination mit anderen Fördermitteln

Die AntragstellerInnen erklären sich bereit, dass innerhalb des beantragten Projektes bei der Partnerschaft für Demokratie keine weiteren Bundesmittel eingesetzt werden. Eine Kombination mit anderen Mitteln des Bundes ist damit ausgeschlossen. Außerdem erklärt sich der/die AntragstellerIn bereit, dass die eingesetzten Kofinanzierungsmittel für den gleichen Projektzeitraum, nicht auch für einen anderen Zweck bei dem/der KofinanzierungsmittelgeberIn beantragt werden/wurden.

Honorare

Voraussetzung ist der Abschluss entsprechender Honorarverträge vor Maßnahmenbeginn. Aus diesen muss der Inhalt (Art und Weise) und Umfang (Anzahl der Stunden) der Leistung ersichtlich sein. Achten Sie bei Honoraren auf die Verhältnismäßigkeit. Als Orientierung für die Honorarkosten dient die Honorarstaffel. Diese und eine Vorlage für Honorarverträge finden Sie im Downloadbereich oder können Sie bei den Koordinierungsstellen der Partnerschaft für Demokratie anfragen.

Anschaffungen

Anschaffungen sind bis zu einem Betrag von 410 Euro (netto) ohne Inventarisierungspflicht möglich. Die angeschafften Gegenstände müssen selbstständig nutzungsfähig und beweglich sein (z.B. Kleinmöbel, Fotoapparat). Anschaffungen haben nach Gründen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu erfolgen (z.B. Nutzung von Rabattmöglichkeiten). Alle angeschafften Güter sind sorgsam zu behandeln und ausschließlich für den Zuwendungszweck zu verwenden.

Ausgaben für Sachkosten und Dienstleistungen

Ausgaben bis zu 410 Euro (netto) können ohne Vergabeverfahren getätigt werden (Direktkauf). Anschaffungen über 410 Euro (netto) sind nicht möglich. Projektbezogene Verpflegungskosten können – sofern sie angemessen sind – übernommen werden.

Nicht förderungsfähige Ausgaben

Nicht förderungsfähig sind Sollzinsen, Mahngebühren, Investitionen, Kautionen, Rückstellungen, nicht projektbezogene Ausgaben, Pauschalen sowie Auslandsfahrten.

Reise- und Fahrtkosten

Fahrtkosten mit dem privaten Kfz sind analog § 5 (1) Bundesreisekostengesetz mit 20 Cent pro gefahrenem Kilometer förderfähig. Gefahrene Kilometer sind durch ein fortlaufend geführtes Fahrtenbuch aus dem das Kennzeichen des Fahrzeuges, der Name des/der FahrerIn, das Reiseziel, der Reiseanlass, Abreise- und Rückkehrort und die angefallenen Kilometer hervorgehen nachzuweisen. Über Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel sind Listen zu führen, aus denen die Ausgaben ersichtlich werden. Originalbelege der Fahrscheine sind der Abrechnung bei Vielfalt LEBEN beizulegen.

Auszahlung Fördersumme

Die Zuwendung wird nach Abschluss des Projektes gegen die Vorlage aller Originalbelege an den/die AntragstellerIn ausgezahlt. Wenn notwendig, ist auch ein Vorschuss von 50 % der beantragten Summe möglich. In begründeten Ausnahmefällen (z.B. Schulklassen, Jugendinitiativen) kann dieser Betrag auf 80 % der Gesamtfördersumme erhöht werden.

Es gilt der Grundsatz, dass nur tatsächlich und kassenwirksam verausgabte Mittel als förderfähig anerkannt werden. Dies setzt den Nachweis mittels Rechnungs- und Ausgabebelegen voraus, d. h. aus den Belegen muss erkennbar sein, wann, in welcher Höhe, an welche/n EmpfängerIn und zu welchem Zweck Fördermittel verausgabt wurden. Belege sind in der Regel Originalrechnungen (mit Angabe der Mehrwertsteuer) und dazugehörige Original-Quittungen bzw. Kopien von Kontoauszügen oder Kontoausdrucken beim Online-Banking. Der Zusammenhang zwischen Rechnungs- und Ausgabebeleg muss erkennbar sein. Die Originalbelege verbleiben zur Abrechnung des Gesamtprojektes bis zum Ablauf der gesetzlichen Archivierungsfrist bei der Partnerschaft für Demokratie.

Begleitausschuss (BgA)

Der Begleitausschuss ist ein Gremium aus VertreterInnen der Zivilgesellschaft und Institutionen im Landkreis Greiz. Nach fachlicher Prüfung des Förderantrages durch die Koordinierungsstellen werden Anträge mit einer Fördersumme über 1.000 Euro im Begleitausschuss beraten und abgestimmt.

Ab einem Fördervolumen von 5.000 Euro müssen die AntragstellerInnen ihr Vorhaben selbst im BgA erläutern. Der BgA behält sich vor, Projekte teilweise oder unter bestimmten Auflagen zu bewilligen.

Zuwendungsbescheid

Der Zuwendungsbescheid kann mit Auflagen (z. B. Reduzierung der Fördersumme, Eingrenzung des Bewilligungszeitraumes) versehen sein. Gegen den Zuwendungsbescheid kann innerhalb von vier Wochen Widerspruch eingelegt werden.

Mitteilungspflichten

Der/die ZuwendungsempfängerIn ist verpflichtet den Koordinierungsstellen der Partnerschaft für Demokratie unverzüglich mitzuteilen, wenn:

– weitere Zuwendungen für denselben Zweck bei anderen öffentlichen Stellen beantragt wurden;

– angeforderte oder ausgezahlte Beträge nicht zeitnah für fällige Zahlungen verbraucht werden können;

– sich der Verwendungszweck oder andere maßgebliche Umstände ändern oder wegfallen;

– sich der Verwendungszweck mit den bewilligen Mitteln nicht erreichen lässt

Belege

Alle getätigten Zahlungen müssen mit Originalbelegen (z.B. Kassenzettel, Quittungen, Fahrscheine) nachgewiesen werden. Bitte beachten Sie, dass aus den Belegen ersichtlich wird, für was das Geld im Einzelnen ausgegeben wurde (Einzelposten). Für den Nachweis von Honorarzahlungen sind ein entsprechender Honorarvertrag, eine dazugehörige Rechnung und ein Bankbeleg (Überweisungsbestätigung) notwendig. Teilnehmerlisten sind grundsätzlich zu führen. Wenn keine Teilnehmerlisten geführt werden, ist dies mit der Verwendungsnachweisführung zu begründen. Alle Publikationen, Fotos, Presseartikel sind dem Zuwendungsgeber mit der Abrechnung zur Verfügung zu stellen. Die Belege werden entsprechend der gesetzlichen Archivierungsfrist aufbewahrt.

Öffentlichkeitsarbeit

Bei allen Pressemitteilungen, Drucksachen, etc. sowie Veröffentlichungen ist unbedingt auf die Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programmes Demokratie leben! sowie das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) im Rahmen des Thüringer Landesprogrammes für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit und auf die Stadt Greiz als Träger der Partnerschaft für Demokratie hinzuweisen (Verwendung aller Logos). Die Logos können in verschiedenen Formaten bei den Koordinierungsstellen der Partnerschaft für Demokratie angefragt werden, sowie im Downloadbereich abgerufen werden. Drucksachen (Flyer, Plakate etc.) und Veröffentlichungen (Broschüren, Publikationen) sind vor ihrer Herstellung mit den Koordinierungsstellen abzustimmen.

Abrechnung/Verwendungsnachweis

Der Verwendungsnachweis besteht aus einem Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis. Im Sachbericht, für den ein Sachberichtsraster zu verwenden ist, legt der/die ZuwendungsempfängerIn die Umsetzung und die Ergebnisse der Maßnahme dar und stellt sie den im Antrag formulierten Zielen gegenüber. Außerdem gibt er Auskunft über die Verwendung der Fördermittel. Im zahlenmäßigen Nachweis erfolgt eine getrennte Auflistung aller tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben entsprechend der Gliederung des Finanzierungsplans. Der Verwendungsnachweis ist spätestens zwei Monate nach Beendigung der Maßnahme den Koordinierungsstellen der Partnerschaft für Demokratie abzugeben.

 

Bitte beachten Sie: Sie sollten Ihren Antrag möglichst so formulieren, dass ein Dritter, der Ihre Einrichtung/Initiative und Ihr Projekt nicht kennt, sich rasch einen (guten) Eindruck von Ihrem Projekt verschaffen kann. Schicken Sie Ihren Förderantrag zudem möglichst frühzeitig an die Koordinierungsstelle Vielfalt LEBEN. Dann haben die dortigen MitarbeiterInnen noch Gelegenheit, Ihren Antrag sorgfältig zu sichten und ggf. mit Ihnen Rücksprache zu halten, falls eine Überarbeitung/Ergänzung Ihres Antrages notwendig ist.